23. März 2009

Todestag

Posted in Übersetzung, Wortfeld, 兩字組, 日本語 um 7:42 am von krisnawan

wieder ein Wort, bei dem die Sprachen abweichen. Das Japanische verwendet das Wort 命日 meinichi, im Chinesischen heißt es aber interessanterweise 忌日 jìrì. Dies ist homonym mit dem im Chinesischen kaum verwendeten 祭日 (es sei denn, als mögliche Abkürzung für „祭拜的日子“). Dieses Wort wiederum, saijitsu gesprochen, ist es äußerst wichtiges Wort im Japanischen, etwa soviel wie „Festtag, Feiertag“ bedeutet. Dies wird im Chinesischen wiederum mit 節日 jiérì wiedergegeben. Verwirrend, aber so ist es nun mal…

Turbulenzen…

Posted in Übersetzung, 兩字組, 日本語 um 3:39 am von krisnawan

derentwegen manchen an Bord eines Flugzeugs schlecht wird (暈機 yūnji/yùnjī). In Japan heißt es 乱流 ranryū, weswegen es in Taiwan auch 亂流 luànliú heißt. Es gibt aber auch noch genuin chinesische Ausdrucksweisen, 湍流 tuānliú und 紊流 wěnliú, die vor allem auf der anderen Seite der Meerenge üblich sind, aber teils auch in Taiwan.

21. März 2009

Surfen und Schnorcheln

Posted in Übersetzung, Wortfeld um 7:30 am von krisnawan

Surfen

Surfen ist 衝浪 chōnglàng, das Surfbrett heißt (衝)浪板 (chōng)làngbǎn. Die wichtige Fangleine – auch Leash genannt – heißt 腳繩 jiǎoshéng .  Den Neoprenanzug (Wetsuit), den man in der Regel dazu trägt, heißt „Tauchanzug“ 潛水衣 qiánshuǐyī oder „Surfanzug“ 衝浪衣 chōnglàng yī . Das manchmal auch gebräuchlie 膠衣 jiāoyī  kann mißverständlich sein.

Man beachte, daß „im Internet surfen“ nicht 衝浪 ist, sondern 瀏覽 liúlǎn, welches auch „browsen“ bedeutet (entsprechend 瀏覽器 liúlǎnqì  „Browser“).

Schnorcheln

Tauchen hat als allgemeinen Begriff 潛水 qiánshuǐ und wird ja ansonsten grob in zwei Arten* unterteilt, ohne künstliche Sauerstoffzufuhr, auch Schnorcheln (浮潛 fú qián) genannt, und mit, auch Scubadiving (水肺潛水 shuǐfèi qiánshuǐ ) genannt. Zum Schnorcheln braucht man in der Regel drei Ausrüstungsgegenstände, die auch 浮潛三寶 fúqián sānbǎo heißen: Taucherbrille 潛水鏡 qiánshuǐjìng/面鏡 miànjìng/面罩 miànzhào, Schnorchel 呼吸管 hūxīguǎn und Schwimmflossen 腳蹼 jiǎopǔ/蛙鞋 wāxié.

*) Das Freitauchen oder Apnoetauchen (裸潛 luǒqián) lassen wir außen vor.

整人

Posted in Slang, 四字組, 成語 um 5:51 am von krisnawan

„jemandem das Leben schwer machen, jemanden nerven“. Es handelt sich um einen Slangausdruck, wie z.B. in dem nachfolgenden Satz, indem es um zwei Schüler geht, die so ungezogen waren, daß

老師被整得沒轍. lǎoshī bèi zhěng dé méizhé

Eine sehr schöne Resultativkonstruktion: „so auf Trab gehalten, daß sie keine Handhabe hatten“. (沒轍 bedeutet so viel wie „mit seinem Latein am Ende sein“, eine formalere Ausdrucksweise wäre 窮途末路)

19. März 2009

Memoiren

Posted in Übersetzung, Synonymie, 兩字組, 日本語 um 5:47 am von krisnawan

Auf Japanisch ist das 回想録 kaisōroku oder 回顧録 kaikoroku. Auf chinesisch jedoch 回憶錄 huíyìlù. Biographien bzw. Autobiographien werden im Japanischen und Chinesischen mit den gleichen Zeichen bezeichnet, 伝記 denki/傳記 zhuànjì bzw. 自伝 jiden/自傳 zìzhuàn.

18. März 2009

Und diesmal der Bildungsminister…

Posted in Nachrichten, Politik, 四字組, 成語 um 8:15 pm von krisnawan

ja, immer wieder verwenden Politiker Chengyu falsch. Sie stehen aber auch unter solchem Druck, sich als gebildet zu zeigen… Hier gibt es einen Bericht, der sich mit den Faux-pas des taiwanesischen Bildungsministers im Januar diesen Jahres beschäftigt. Wie bei Chen Shui-bian, vergriff sich der Minister im Ton, als er eine Organisation und diejenigen, die sich um diese verdient gemacht hatten, loben wollte.

  • 亭亭玉立 tíngtíngyùlì (aus der Ming-Zeit): er wollte die Organisation, auf deren Jubiläumsveranstaltung er als Gastredner anwesend war, loben, daß sie sich in eine prächtige, attraktive Frau entwickelt hätte. Äh ja… das Wörterbuch sagt zwar, es könne auch auf Bäume angewendet werden, aber die Grundidee, die in dem Chengyu steckt, ist daß das damit Bezeichnete graziös, grazil und hochgewachsen ist.
  • 始作俑者 shǐzuòyǒngzhě: dann bezeichnete er einen seiner Vorgänger als Bildungminister, der wohl bei der Gründung der Organisation Pate gestanden hatte, als „Vater des Erfolges“. Auf den ersten Blick erscheint das Chengyu auch in dieser Form anwendbar zu sein, aber leider stellt sich dies bei näherer Betrachtung als falsch heraus, denn dieses Wort stammt aus dem Werken des Mencius und bezeichnet den „Urvater allen Übels“: „始作俑者,其無後乎“. Oops…

Später noch verwechselte er 馬英九 und 連戰 und sprach von ehemaligen Vizepräsidenten Ma. Also kann es wohl keine bloße Chengyu-Schwäche gewesen sein. Das Wort hier für Faux-pas ist übrigens 烏龍 wūlóng, ein Fehltritt, ein unbeachsichtigter Fehler (und ja, mit denselben Zeichen wie der bekannte Tee).

Chengyu aus der chinesischen Geschichte

Posted in Geschichte, Kultur, 四字組, 成語, 日本語 um 6:59 pm von krisnawan

Die schon vorher erwähnte japanische Webseite zum Chinesischlernen mit Chengyu hat eine Reihe von „klassischen“, der chinesischen Geschichte entnommen Chengyu. Diese können alle als weitläufig bekannt gelten, werden aber nicht unbedingt häufig in der täglichen Sprache verwendet, da sich manche von ihnen auf ganz spezielle Ereignisse beziehen, die sich nicht gut auf andere Situationen übertragen lassen. Ich habe die Chengyu in chronologischer Weise angeordnet.

  • 酒池肉林 jiǔchíròulín „Seen aus Wein und Wälder aus Fleisch“: Beschreibt die Dekadenz des Yin-Reiches: Mit zum Fall des letzten Königs der Yin (auch Shang genannt) soll dessen Dekadenz beigetragen haben: so berichten die Geschichtsschreiber, daß dieser Seen ausheben und diese mit Wein füllen ließ und dann an diesen Seen verschiedene Stücken an Fleisch aufhängen ließ, wie ein Wald aus Fleisch. Bei dieser Beschreibung darf man allerdings nicht vergessen, daß wie in der Geschichte des westlichen Altertums auch hier der Sieger die Geschichte schreibt…
  • 臥薪嘗膽 wòxīnchángdǎn „auf Feuerholz schlafen und Galle trinken“, „lange Entbehrungen auf sich nehmen bis zum Erfolg“: Aus der Zeit der Frühling- und Herbstannalen, 5. Jh. v.Chr. Das Zhou-Königreich trat die Nachfolge des Yin-Königreichs an, doch zeigten sich bald Risse in seiner Herrschaft, in der Zeit der Frühling- und Herbstannalen erschienen eine Reihe von kleineren und größeren Fürstentümern, die nominell Vasallen des Königs von Zhou waren, sich aber immer unabhängiger gerierten. Während dieser Zeit stritten diese Fürstentümer, von denen die größeren sich auch gern als Königreiche bezeichneten, zunächst untereinander um die Vorherrschaft. Zwei dieser Reiche waren Wu und Yue. Bevor der König von Wu an den Folgen eines Giftpfeils der Yue verstarb, schärfte er seinem Sohn und Nachfolger ein, nie zu vergessen, daß es der König von Yue war, der die Schuld daran trug. Nachdem der Sohn den Thron bestieg, schlief er jede Nacht auf einem Stapel Feuerholz, um sich daran zu erinnern. Bald schon hatte er Gelegenheit, den Tod seines Vaters zu rächen und nahm den König von Yue gefangen, ließ ihn aber nicht umbringen, sondern ließ ihn nach ein paar Jahren demütigender Knechtschaft wieder ziehen. Um diese Demütigung aber nicht zu vergessen, zwang sich der König von Yue wiederum, jeden Tag bittere Galle zu trinken. Nach zehn Jahren hatte er Yue entsprechend gestärkt, daß er wiederum in den Krieg gegen Wu ziehen konnte und schließlich den König von Wu töten konnte. In Japan kam dieses Wort 1895 auf, als nach dem japanischen Sieg über Qing mit der Triple-Intervention Rußland, Frankreich und Deutschland verhinderten, daß Japan die Halbinsel Liaodong in Anspruch nehmen konnte. Es mußte sich schließlich mit Taiwan begnügen, und der Zorn der japanischen Regierung richtete sich vor allem auf Rußland. Nach 10 Jahren jedoch kam es zum Russisch-Japanischen Konflikt, in dem Japan siegreich war.
  • 孟母三遷 Mèngmǔ-sānqiān: „die Mutter des Mencius zieht dreimal um, um dem Sprößling die bestmögliche Ausbildung angedeihen zu lassen“. Mencius war einer der wichtigsten Schüler des Konfuzius, aber bevor er zu einem solchen Gelehrten werden konnte, mußte er zunächst seine Kindheit überstehen. Die Legende besagt, daß seine Mutter sehr großen Wert auf die Ausbildung ihres Sohnes legte. Zunächst wohnten sie in der Nähe eines Friedhofs, so daß der Junge häufig Beerdigungen nachspielte, was der Mutter nicht gefiel, so daß sie umzogen. Dort wohnten sie jedoch in Nähe eines Marktes, so daß er häufig Geschäftemachen spielte, was auch nicht gut war. Schließlich zogen sie in die Nähe einer Schule, und die Mutter war es zufrieden.
  • 孟母斷機 Mèngmǔ-duànjī (auch 斷機教子) „die Mutter des Mencius bricht den Webkamm ab“: Mencius bricht seine Ausbildung mittendrin ab. Nachdem Mencius zum Jüngling geworden war, wurde er, wie es Sitte war, fortgeschickt, um bei wichtigen Gelehrten direkt zu lernen. Eines Tages aber kam er urplötzlich nach Hause und traf seine Mutter im Haus am Webstuhl arbeitend an. Erstaunt fragt diese ihn, was mit seinen Studien sei, und er sagte, er habe sie so vermißt und sei daher wiederzurückgekehrt. Resolut bricht die Mutter dann den Webkamm mitsamt dem Stück Stoff, das sie am Weben war, um ihrem Sohn so zu zeigen, daß man sein Studium, genauso wie das Weben, nicht ohne weiteres mittendrin unterbrechen könne. (Ein viel häufiger gebrauchtes Chengyu, das eine ähliche, aber allegemeinere Bedeutung hat, ist 半途而廢). Diese beiden Geschichten von Mencius‘ Mutter werden auch unter dem Chengyu 斷機擇鄰 zusammengefaßt und bezeichnen den großen Einsatz der Mutter für die Ausbildung ihres Sohnes.
  • 焚書坑儒 fénshūkēngrú: der erste Qin-Kaiser läßt Bücher verbrennen und ihm mißliebige (konfuzianische) Gelehrte bei lebendigem Leibe begraben. Der erste Kaiser, der China zu einem starken Reich vereinigte, stand unter dem Einfluß von legalistischen Gelehrten, die ihn mehr und mehr gegen die Konfuzianer aufbrachten, was schließlich im Verbot und Verbrennung vor allem konfuzianischer, aber auch anderer mißliebiger Werke mündete. Die Begrabung der Gelehrten soll sich zugetragen haben, nachdem der Kaiser, der auf der Suche nach der Unsterblichkeit war, von betrügerischen Gelehrten ausgenutzt worden war. Diejenigen, die Unsummen an Geld für die Entwicklung einer Tinktur erhalten hatten, waren selbstredend über alle Berge, aber er ließ dafür dennoch an 460 meist konfuzianischen Gelehrten ein Exempel statuieren und diese bei lebendigen Leibe begraben. Später wurde dieses Wort für extreme Unterdrückung von Meinungsfreiheit verwendet, wie z.B. die Bücherverbrennung unter den Nazis oder auch die Kulturrevolution.
  • 四面楚歌 sìmiàn-Chǔgē „Gesang von Chu von allen vier Seiten“: Xiang Yu und Liu Bang streiten um das Erbe des Qin-Reiches: dies stellt das Ende des Machtkampfes zwischen den beiden Seiten dar, Xiang Yu, der die Truppen der Chu anführt, ist von den Truppen des Liu Bang, der später das Han-Reich begründen sollte, eingekesselt („vier Seiten“). In dieser Situation bedient sich Han Xin, der in dieser Schlacht die Han-Truppen anführt, einer List: er läßt die gefangen genommenen Chu-Soldaten  über alle Seiten verteilen und Lieder von Chu singen.  Dies erinnerte die noch im Kampf befindelichen Chu-Truppen an ihr Zuhause und nahm ihnen die Motivation zum Kämpfen und gab auch Xiang Yu den Eindruck, daß ganz Chu entweder überrannt oder übergelaufen war und beging schließlich Selbstmord. Dieses Wort kann in einer Situation verwendet werden, wenn man von allen Seiten eingekreist ist, bzw. wenn man von allen Verbündeten verraten und verlassen wurde und allein gegen eine feindliche Übermacht ansteht.
  • 夜郎自大 Yèláng-zìdà „Yelang hält sich für etwas Großes“:  das Han-Reich bestand knapp 400 Jahre, und in der Zeit gab es an dessen Peripherie ein paar kleinere Reiche, darunter auch Yelang auf dem Gebiet des heutigen Yunnan. Der Fürst von Yelang war dem Han-Reich ein Dorn im Auge, aber anfänglich ließ man ihn gewähren. Einmal soll der Fürst die Gesandten des Kaisers herausgefordert haben und sie gefragt haben, welches größer sei, Han oder Yelang. Später sollte Han dem kleinen Reich ein Ende bereiten. Dieses Wort bezeichnet eine grandiose Selbstüberschätzung mit einer gehörigen Portion an arroganter Ignoranz.
  • 三顧草蘆 sāngùcǎolú/三顧茅蘆 sāngùmáolú „dreimal die Gras-/Reet-hütte besuchen“: Zeit der Drei Reiche, nachdem das Han-Reich unterging, kamen drei Reiche auf, die um die Vorherrschaft kämpften, was in dem historischen Roman „Geschichte der Drei Reiche“ unsterblich gemacht wurde.  Einer der drei Reiche war unter der Herrschaft von Liu Bei, der den klugen Strategn Zhuge Liang bitten wollte, in seine Dienste zu treten. Dieser zierte sich jedoch und zog es vor, in einer abgelegenen Region seinen Acker zu bestellen und seinen Studien nachzugehen. Dann aber reiste Liu Bei persönlich, zusammen mit seinen engsten Mitstreitern, in die abgelegene Region zur Hütte (die je nach Version entweder gras- oder reetgedeckt war) von Zhuge, und sprach insgesamt dreimal bei ihm vor, bis er sich schließlich erweichen ließ. Er sollte zu einem der wichtigsten Strategen und Heerführer Liu Beis werden. Im heutigen Kontext kann dieses Wort z.B. im Zusammenhang mit Unternehmen verwendet werden, die keinen Mühen scheuen, um talentierten Nachwuchs einzustellen.
  • 風聲鶴唳 fēngshēnghèlì „Laut des Windes und Ruf des Kranichs“: Östliche Jin. Nach den Wirren der Drei Reiche der Nach-Han-Zeit hatte schließlich Jin alle drei Reiche besiegt und das Land wiedervereinigt, doch schon 50 Jahre später mußte Jin den Norden aufgeben, der nach einigen Wirren schließlich unter den Früheren Qin vereinigt wurde. Im Jahre 383 dann zog der Kaiser der Früheren Qin mit  mehr als 500.000 Soldaten gen Süden (die Truppen so zahlreich, daß sie den Fluß stauen würden, wenn sie alle ihre Peitschen ins Wasser werfen würden 投鞭斷流), um den Östlichen Jin den Garaus zu machen.  Die Östlichen Jin hatten nur 80.000 Truppen aufzubieten, konnten sich aber erfolgreich den Methoden der psychologischen Kriegsführung zu bedienen, um die Angreifer zu demoralisieren. Diese waren so verunsichert, daß sie nachher auch die Gräser für feindliche Soldaten hielten (草木皆兵). Zudem waren die Truppen von Jin auch besser ausgebildet und genährt, so daß trotz einer riesigen Übermacht die Jin eine der wichtigsten Schlachten der chinesischen Geschichte, die Schlacht vom Fei-Fluß, gewannen und sich so ihre Unabhängigkeit bewahren konnten. Die unterlegenen Qin-Truppen flohen indes zurück in den Norden und waren so schreckhaft, daß Windgeräusche und Vogelgeräusche sie in Angst und Schrecken versetzten. Dieses Wort steht also für ein extrem schreckhafte Gruppe von Menschen, die in allem eine Gefahr wittern. Manchmal wird es auch kombiniert zu 風聲鶴唳, 草木皆兵.
  • 畫龍點睛 huàlóngdiǎnjīng „beim Malen eines Drachens die Augen malen, ein Meisterwerk abschließen“: Aus der Zeit des Südlichen und Nördlichen Dynastien, die nach dem Untergang der Östlichen Jin in Nord und Süd eine Zeit der politischen Unruhen darstellten, in denen aber Kunst und Wissenschaft eine bis dato nie gekannte Blüte erfuhren. Dazu gehörte auch die Malerei, und einer dieser Maler war Zhang Sengyao, der unter den Südlichen Liang in Wu gelebt haben soll. Einmal wurde er beauftragt, in einem Tempel im heutigen Nanjing vier Drachen zu malen, was er auch tat, jedoch ohne die Augen zu malen. Als er nach dem Grund gefragt wurde, sagte er, daß seine Malerei so lebensecht sei, daß die Drachen zum Leben erwachen und davonfliegen würden, wenn er die Augen hinzufügen würde. Die Legende besagt, daß er dies tatsächlich auf Aufforderung bei einem der vier Drachen tat und dieser prompt davonflog. Dieses Wort kann entweder bedeuten, daß man ein Meisterwerk abschließt und es sozusagen zum Leben erwacht, auch im Sinne von „mit einem kleinen Federstrich ein Meisterwerk fertigstellen“, das i-Tüpfelchen also. Im übertragenen Sinne kann es auch bedeuten, mit wenigen Worten eine wichtige Aussage zu treffen, „to drive home the point otherwise difficult to explain“ sozusagen.

成語-Videos

Posted in Uncategorized um 12:50 pm von krisnawan

Diese Webseite hat ganz nett gemachte Chengyu-Videos, jeweils mit Untertiteln, auf chinesisch und englisch. Ich habe wiederum HYW um Hilfe gebeten, diese für mich in A. oft verwendete und B. manchmal gebrauchte Chengyu aufzuteilen (etwa die Hälfte fällt in die Kategorie C. kaum benutzt, die lassen wir hier mal aus Platzgründen außen vor). Auch hier habe ich vor, später mal genauere Beschreibungen hinzuzufügen, aber ich will diese zunächst einmal auflisten. (Falls es eine in Taiwan eher übliche Variante gibt, ist diese in Klammern gesetzt)

A. oft

一毛不拔yīmáobùbá, 一箭双雕yījiànshuāngdiāo, 一身是胆yīshēnshìdǎn, 一鸣惊人yīmíngjīngrén, 一鼓作气yīgǔzuòqì, 不可多得bùkěduōdé, 世外桃源shìwàitáoyuán, 义无反顾yìwúfǎngù, 乐不思蜀lèbùsī-Shǔ, 乐此不疲lècǐbùpí, 井底之蛙jǐngdǐzhīwā, 亡羊补牢wángyángbǔláo, 从容不迫cóngróng bùpò, 刮目相看guāmùxiāngkàn, 前功尽弃qiángōngjìnqì, 千变万化qiānbiànwànhuà, 半途而废bàntúérfèi, 叹为观止tànwéiguānzhǐ, 名不虚传míngbùxūchuán, 因地制宜yīndìzhìyí, 如火如荼rúhuǒrútú, 家喻户晓jiāyùhùxiǎo, 对牛弹琴duìniútánqín, 尽善尽美jìnshànjìnměi, 按图索骥àntúsuǒjì, 捷足先登jiézúxiāndēng, 旁若无人pángruòwúrén, 易如反掌yìrúfǎnzhǎng, 有志者事竟成yǒuzhìzhě shì jìng chéng, 望梅止渴wàngméizhǐkě, 杞人忧天Qǐrén-yōutiān, 标新立异biāoxīnlìyì, 栩栩如生xǔxǔrúshēng (lebensecht), 欣欣向荣xīnxīnxiàngróng, 毛遂自荐Máosuì-zìjiàn (Eigenlob stinkt?), 沾沾自喜zhānzhānzìxǐ, 滥竽充数lànyúchōngshù, 熟能生巧shúnéngshēngqiǎo, 犹豫不决yóuyùbùjué, 独一无二dúyīwú’èr, 百闻不如一见bǎi wén bù rú yī jiàn (Ein Bild sagt mehr als tausend Worte), 破釜沉舟pòfǔchénzhōu, 破镜重圆pòjìngchóngyuán, 约法三章yuēfǎsānzhāng, 纸上谈兵zhǐshàngtánbīng, 老当益壮lǎodāngyìzhuàng, 胸有成竹xiōngyǒuchéngzhú, 脚踏实地jiǎotàshídì, 萍水相逢píngshuǐxiāngféng (sich zufällig über den Weg laufen), 见怪不怪jiànguàibùguài, 谈何容易tánhéróngyì,车水马龙chēshuǐmǎlóng, 近朱者赤,近墨者黑jìnzhūzhě chìjìnmòzhě hēi, 近水楼台 jìnshuǐ lóutái, 远走高飞yuǎnzǒugāofēi, 金玉其外,败絮其中jīnyù qí wàibàixù qí zhōng, 锲而不舍qiè’érbùshě, 得意忘形déyìwàngxíng,老马识途lǎomǎshítú (識途老馬), 走马观花zǒumǎguānhuā (走馬看花), 盲人摸象mángrénmōxiàng (瞎子摸象)

B. manchmal

一字千金yīzìqiānjīn, 三人成虎sānrénchénghǔ, 专心致志zhuānxīnzhìzhì, 乘兴而来chéngxìng’érlái, 乘风破浪chéngfēngpòlàng, 从善如流cóngshànrúliú, 余音绕梁yúyīnràoliáng, 倾城倾国qīngchéngqīngguó, 入木三分rùmùsānfēn, 八仙过海, 各显神通Bāxiān guòhǎi, gèxiǎnshéntōng, 前事不忘, 后事之师qiánshì bù wàng , hòushì zhī shī, 势如破竹shìrúpòzhú (unaufhaltsam voranschreiten),十年树木,百年树人 shíniánshùmùbǎiniánshùrén, 南辕北辙nányuánběizhé (Wasser predigen und Wein trinken), 同心同德tóngxīntóngdé, 后生可畏hòushēngkěwèi, 因势利导yīnshìlìdǎo, 囫囵吞枣húlúntūnzǎo, 塞翁失马sàiwēngshīmǎ, 夜郎自大Yèláng-zìdà, 奇货可居qíhuòkějū , 妙笔生花miàobǐ shēnghuā, 宁为玉碎 ,不为瓦全níng wéi yùsuìbù wéi wǎquán, 实事求是shíshìqiúshì, 巧夺天工qiǎoduótiāngōng, 开天辟地kāitiānpìdì, 当局者迷, 旁观者清dāngjúzhě mí, pángguānzhě qīng, 待价而沽dàijiàérgū, 志在四方zhìzàisìfāng, 愚公移山Yúgōng-yíshān, 才高八斗cáigāobādǒu, 挥汗如雨huīhànrúyǔ, 捉襟见肘zhuōjīnjiànzhǒu, 掩耳盗铃yǎn’ěrdàolíng, 望洋兴叹wàngyáng xīngtàn, 机不可失jībùkěshī,杯弓蛇影bēigōngshéyǐng,江郎才尽Jiāngláng-cáijìn, 沉鱼落雁chényú luòyàn, 沧海桑田cānghǎi sāngtián,洛阳纸贵Luòyáng-zhǐguì,游刃有余yóurènyǒuyú,点石成金diǎnshíchéngjīn,狐假虎威hújiǎhǔwēi, 玩物丧志wánwùsàngzhì, 班门弄斧bānménnòngfǔ, 瓮中捉鳖wèngzhōngzhuōbiē, 画蛇添足huàshétiānzú, 画饼充饥huàbǐngchōngjī, 画龙点睛huàlóngdiǎnjīng, 盘根错节pángēncuòjié, 相濡以沫xiāngrúyǐmò, 神机妙算shénjīmiàosuàn, 空中楼阁kōngzhōnglóugé, 立竿见影lìgānjiànyǐng, 笑里藏刀xiàolǐcángdāo, 缘木求鱼yuánmùqiúyú, 返老还童fǎnlǎohuántóng, 逐鹿中原zhúlù-Zhōngyuán, 门庭若市méntíngruòshì, 闭月羞花bìyuèxiūhuā, 闭门造车bìmén zàochē/jū, 风声鹤唳fēngshēnghèlì, 鬼斧神工guǐfǔshéngōng, 鸡犬相闻jīquǎnxiāngwén, 鹤立鸡群hèlìjīqún, 鹬蚌相争,渔翁得利yùbàngxiāngzhēngyúwēngdélì (Wenn zwei sich streiten, freut sich der dritte), 黄粱一梦huángliángyīmèng, 黔驴技穷Qián-lǘ-jìqióng (am Ende seiner (bescheidenen) Kräfte sein), 安步当车 ānbùdàngchē/jū, 拔苗助长bámiáozhùzhǎng (揠苗助長), 骑驴找驴qílǘzhǎolǘ (騎驢找馬).

17. März 2009

Deregulierung

Posted in Übersetzung, Notiz, 日本語 um 5:54 pm von krisnawan

für dieses Konzept werden im Japanischen und Chinesischen andere Wörter verwendet.  規制緩和 kiseikanwa im Japanischen, oder als Teil eines weitreichendes Reformwerks auch 規制改革 kiseikaikaku. Im Chinesischen wird hierfür 撤銷管制(規定) chèxiāo guǎnzhì (guīdìng) verwendet.

Die New York Times über chinesische Zensur und Sprachwitz

Posted in Politik, Video, Witz, Wortliste um 4:07 am von krisnawan

In der New York Times war letztens ein Bericht darüber, wie chinesische Blogger mit lustig gemachten Videos von sogenannten Grasschlammpferden die Geduld von den chinesischen Zensoren auf die Probe stellen. Der Hintergrund des ganzen ist dabei, daß „Grasschlammpferd“ so ähnlich klingt wie ein unanständiger Ausdruck. Das Video enthält noch einen weiteren solchen Ausdruck, den Namen der besagten Wüste, in der die Grasschlammpferde, die verdächtig wie Alpakas aussehen, grasen. Außerdem natürlich die Flußkrebse, von denen sie bedroht sind, deren Name klingt so ählich wie das Wort „Harmonie“, in deren Namen die Zensur durchgeführt wird. Die New York Times erklärt dies alles, ohne die schmutzigen Wörter beim Namen zu nehmen, und ich schließe mich der ehrwürdigen Grauen Dame mal an. Nicht daß man das nicht leicht ergooglen könnte…. Ich gebe hier jedoch auch ein Video zum besten, das ich besonders süß fand, und werde unten ein paar Vokabeln (mit Ausnahme der doppeldeutigen natürlich) aufführen.

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